Montag, 22. Januar 2018

[Rezension] Stephen King: Das Spiel

https://www.medimops.de/stephen-king-das-spiel-broschiert-M03453088247.html


Inhalt:
Jessie und Gerald Burlingame sind ein ganz normales Ehepaar. Normal genug, um ein Fesselspiel mit Handschellen in einem abgelegenen Sommerhaus aufregend zu finden. Problem Nr. 1: Die Handschellen sind verdammt echt. Problem Nr. 2: Gerald stirbt vor Jessies Augen. Und sie bleibt gefangen in den Handschellen, an ihr eigenes Bett gefesselt und dem Verdursten ausgeliefert...


Meine Meinung:
Ich komme nicht umhin, bei diesem Buch an "Misery" zu denken. Dieses spielte hauptsächlich in einem einzigen Raum, ohne dass der Hauptcharakter sich überhaupt vom Fleck bewegen konnte... und trotzdem war es wahnsinnig spannend, und ich bewundere King dafür, wie er das zustande gebracht hat.

Auch dieses Buch spielt großteils nur in einem einzigen Raum, Jessie kann das Bett nicht verlassen. Wie gesagt konnte ich gar nicht anders, als mit "Misery" zu vergleichen. Und das Ergebnis dieses Vergleichs war, dass "Misery" um einiges besser abgeschnitten hat...

Während in "Misery" zwischenmenschliche Kommunikation zwischen zwei interessanten Charakteren an der Tagesordnung war, verbringt Jessie ihre Zeit alleine. Die einzigen Gespräche sind die mit ihren Stimmen in ihrem Kopf... die ja alle sie selbst sind.

Auch den Versuch, unwichtige Tätigkeiten wie ein Glas Wasser zu bekommen, dramatisch erscheinen zu lassen, fand ich nicht so gelungen. Zwar ist es in Jessies Situation spannender, aber der zwanzigseitige Versuch, an das Wasser zu kommen, bleibt ein zwanzigseitiger Versuch... und zwanzig Seiten lang den Versuch, an ein Glas Wasser zu kommen, ist einfach nicht interessant.
Und das war nur ein Beispiel.

Jessies Fluchtversuche (vor allem der letzte) waren allerdings sehr spannend. Das war aber auch schon das einzige, denn nach dem Klimax wurde das Buch unnötig in die Länge gezogen. Zusammen mit der Tatsache dass Jessie nur alleine war, das Buch hauptsächlich aus Erinnerungen und Selbstgesprächen besteht, und selbst Dinge die spannend sein könnten durch Langziehen einfach nicht spannend waren, finde ich, dass dieses Buch nicht unbedingt eins von Kings besten ist...


 

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